Masterarbeit: Die alte Bastei in Köln — Umnutzung und Erweiterung zu einem Hamam

Außenaufnahme der Bastei, Bestandssituation

Die Zielsetzung meiner Arbeit ist für die Umnutzung und den Erweiterungsbau der Bastei eine adäquate Antwort zu finden. Dem Entwurf vorangestellt ist eine tiefgehende Analyse des Arbeitsfeldes Bezug nehmend auf die Historie, sowie der heutigen baulichen Situation.

Die theoretische Ausarbeitung geht detailliert auf das urbane Umfeld, sowie das denkmalgeschützte Gebäude der Bastei ein. Im weiteren Vorgehen widmet sich meine Arbeit der neuen Nutzung der Bastei als Hamam. Aus diesem theoretischen Teil resultierend, entstehen die Bedürfnisse für den Entwurfsteil meiner Masterthesis: Die Leitaspekte für den Städtebau, für die Architektur. Diese Aspekte sind maßgeblich und zielführend für die Lösung der Entwurfsaufgabe. Im Vordergrund stehen der Bezug zum Ort, das Erfassen des Genius Loci.

Auszüge aus dem Buch

Die Transformation der verschiedenen Ereignisse in eine figurative Ausdrucksform ist das Ziel:

- Die übergeordnete Gleichartigkeit erkennen und sich dieser als Leitfigur bedienen.
- Der schöpferische Akt eines neuen »Bildes«, welches die unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Objekte zu einem Ganzen zusammenfügt.
- Die konzeptionelle Realität der Geschichte, im Hier und Jetzt sichtbar machen und in den Terminus unserer heutigen Zeit bringen. 
- Die Bautypologien des Vergangenen in unsere Zeit transformieren und somit eine Reminiszenz an den alten Ort herstellen. 
- Den architektonischen Raum in Bezug setzen zu dem natürlichen Raum der ihn umgibt; dem Ort.

Dies ist die Methodik und Vorgehensweise meiner Entwurfsarbeit. Mein Handwerkszeug, meine Herangehensweise nach architektonischen Lösungen zu suchen, der Umgang mit architektonischem Raum. Die Broschüre protokolliert diesen Prozess bis hin zum architektonischen Entwurf.


Inhaltsangabe
 

  1. Vorwort
     
  2. Kölner Norden Wehranlage und Sicherheitshafen am Ebertplatz
    1. Der Ort im Wandel
      1. Der Franzosenhafen. Eis- und Hochwasserschutz
      2. Die Kaponniere. Bollwerk und Aussichtsplateau
      3. Neuordnung des Stadtgefüges. Vom Schutzhafen zur Parkanlage
        1. Atmosphären eines prachtvollen Platzes
        2. Raum des öffentlichen Lebens. Parkanlage Ebertplatz
           
  3. Die Bastei am Kölner Rheinufer Merkzeichen des Expressionismus
    1. Motive der Architektur
      1. Ort der Aufmerksamkeit
      2. Material und Konstruktion als Ausdrucksbild
      3. Leitfiguren der Architektur
      4. Das Nachspiel. Neuschöpfung des Ortes
      5. Identifikation des Raumes über Material, Farbe, Textur
    2. Bauhistorische Entwicklungen
      1. Fotoaufnahmen von 1930–1986
      2. Werkpläne von 1924
    3. Das Hier und Jetzt — Fotodukumentation Bestand
      1. Äussere Gestalt
      2. Innerer Eindruck
         
  4. Hamam — Raum der intimen Geselligkeit 4.1 Baugeschichtliche Entwicklung
    1. Der Ursprung des islamischen Badehauses
      1. Bautypus. Räume und Plätze im Hamam
      2. Aspekte der Haustechnik im Hamam
      3. Zeugnis Osmanischer Baukunst. Çemberlitaş Hamamı Architekt: Mimar Sinan
    2. Ort der Stille, Kommunikation, Körperpflege
      1. Traditionelle Abläufe und Anwendungen
      2. Frauen im Hamam
      3. Erlebnis Hamam heute
    3. Wellnessoase Hamam. Beispiele heutiger Baukultur
      1. Hamam im Hotel Castell. Zuouz ,Schweiz. Architekt: Ben van Berkel. Un Studio
      2. Hamam. Baden, Schweiz. Architektin: Ushi Tamboriello
         
  5. Umnutzung und Erweiterung der Bastei zu einem Hamam
    1. Rahmenbedingungen an der Bastei
      1. Hochwassergefahr
      2. Anforderungen an die Verkehrsführung
      3. Raumprogramm
    2. Die Wiederbelebung des Ortes. Konzeptidee
    3. Architektonisches Konzept
       
  6. Bibliografie
     
  7. Abbildungsverzeichnis


Bei Interesse senden Sie mir bitte eine E-mail an mail@mlausen.com.